Letzte Aktualisierung 30.03.2012
März/April 2012

Kommunionbuchausstellung
Ab 18. März 2012 bieten wir eine Buchausstellung rund um die Erstkommunion in der Bücherei, Kirchplatz, an. Passende Geschenke zur Erstkommunion, Ostern und auch zu allen anderen Anlässen können zu den gewohnten Öffnungszeiten in der Bücherei direkt gekauft oder ggfs. bestellt werden. (Mittwoch 09.00 – 10.30 Uhr, Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 10.00 – 12.30 Uhr). Ebenfalls kann ein „Gotteslob“ in verschiedenen Ausführungen bestellt werden. Der Erlös kommt der Bücherei zugute.
28.09.2012
Autorenlesung mit Ulrike Renk
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Am 28.09.2012
findet eine Autorenlesung mit Ulrike Renk im Pfarrheímkeller statt. Sie
liest aus einem Ihrer historischen Bücher. Beginn 20.00 Uhr. Karten im Vorverkauf im Vorverkauf zum Preis von € 6 während der Öffnungszeiten der Bücherei. € 7 an der Abendkasse. |
18.11.2012
Buchausstellung
Am 18. November 2012 findet in der Zeit von 10 -18 Uhr unsere diesjährige Buchausstellung im Saal des Bürgerhauses statt.
Hier finden Sie alles, was das Herz begehrt. Sie können hier nach Herzenslust stöbern und vielleicht auch das eine oder andere Buch für Weihnachten bestellen oder auch gleich erwerben.
Wie in jedem Jahr können Sie
auch unser Café besuchen. Und selbstverständlich gibt es ausschließlich
selbstgebackenen Kuchen.
Auch der „Eine-Welt-Kreis“ ist wie in jedem Jahr mit einem Stand vertreten.
Für die Kinder steht wieder ein großer Maltisch bereit und um 14.00 Uhr wird den Kindern in der Bücherei vorgelesen. Bei Bedarf wird diese Vorlesestunde zu jeder vollen Stunde stattfinden.
Auch in diesem Jahr: Antiquariat der Bücherei im Flurbereich der 1. Etage des Bürgerhauses. Jedes Buch kostet € 1,00. Der Erlös ist für die Anschaffung neuer Medien bestimmt.
Die Bücherei ist am 02.12.2012 während des Wachtendonker Weihnachtsmarktes ganztägig von 10 – 17 Uhr geöffnet. An diesem Tag können auch die bestellten Bücher abgeholt werden. Danach während der Öffnungszeiten der Bücherei.
Zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Bücherei geschlossen.
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Dez. 2011
Ökumenische Herbergssuche 2011
Zur ökumenischen Herbergssuche waren alle Gemeindemitglieder aus Wachtendonk, Wankum, Herongen und der evangelischen Gemeinde allabendlich eingeladen, sich um 19.00 Uhr zu einer etwa viertelstündigen besinnlichen „Zeit im Advent“ zusammenzufinden und auf diese Weise der vorweihnachtlichen Hektik zu entfliehen. In der Bücherei fand die Herbergssuche am 17.12.2011 statt.
Nov. 2011
Buchausstellung 2011

Bücher sind fliegende Teppiche ins
Reich der Phantasie.
James Daniel
Am 13. November 2011 fand in der Zeit von 10-18 Uhr wieder die Buchausstellung im Saal des Bürgerhauses statt.
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Wie in jedem Jahr kamen viele Besucher um im reichhaltigen Angebot der Ausstellung zu stöbern. Für jeden Geschmack war etwas das. Sachbücher zu Weihnachten und anderen Anlässen, Kinderbücher, Jugendbücher, Romane und Krimis.
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Auch der „Eine-Welt-Kreis“ war wie in jedem Jahr mit einem Stand vertreten. |
| Die Cafeteria war mit vielen ausschließliche selbstgebackenen Kuchen und Torten wieder mal für viele ein Anziehungspunkt. |
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.......und auch für die Kinder stand wieder ein großer Maltisch bereit und ein Hexenhaus, welches mit selbst gestalteten Lebkuchen aus Pappe beklebt werden konnte. Die Hexenhaus steht jetzt in der Bücherei und ist fast vollständig mit Lebkuchen dekoriert. |
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Zum 2. Mal hat das Büchereiteam das Antiquariat im Flurbereich der 1. Etage des Bürgerhauses aufgebaut. Hier waren ausgesonderte Bücher der Bücherei ausgestellt aber auch sehr viele von Lesern gespendete, teilweise fast neue Bücher. Der Erlös ist für die Anschaffung neuer Medien bestimmt.
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Bücherbummel und Landpartie in Wachtendonk.
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Beim Bücherbummel und bei der Landpartie im historischen Ortskern von Wachtendonk hatte das Büchereiteam auch einen Stand mit dem Antiquariat der Bücherei. Es wurden ausgesonderte Bücher aus der Bücherei und sehr viele von Lesern gespendete Bücher verkauft. Der Erlös ist für die Anschaffung neuer Medien bestimmt. |
Okt. 2011
| Autorenlesung mit Sebastian Stammsen |
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Am Freitag, den 21.10.2011, las Sebastian Stammsen im Gewölbekeller des Pfarrheims, Kirchplatz, in Wachtendonk aus seinem neuen Buch „Kettenreaktion“. Bei Wein , Kaltgetränken und einigen Snacks ließen sich die interessierten Leserinnen und Leser von ihm einige gemütliche Stunden unterhalten.
Neue Jugendecke
Nach einigen Wochen des Umräumens und Neugestaltens ist in der Bücherei eine neue Ecke mit gemütlichem Sofa, knallrotem Tisch, indirekter Beleuchtung und natürlich aktueller Jugendliteratur entstanden. Viele Ideen hierzu kamen von unseren jugendlichen Mitarbeiterinnen, welche auch bei der Umsetzung ihrer Vorschläge viele Stunden tatkräftig geholfen haben.
Diese Arbeit sollte natürlich auch belohnt werden, weswegen wir am 18. November 2011 eine kleine Einweihungsparty steigen ließen. Fast 30 Jugendliche kamen an diesem Freitag Abend und feierten bei Snacks und Getränken, Musik und Spielen in und um die Bücherei.
Den Jugendlichen hat dieser Abend sichtlich Spaß gemacht. Wir hoffen, dass es nicht bei diesem ersten Highlight für die Jugendlichen bleiben wird; es werden in Zukunft bestimmt weitere „Jugendangebote“ stattfinden. Hierzu sind wir gern auch für Ideen und Anregungen unserer jugendlichen Leser offen.
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Buchtipp in den Niederrhein-Nachrichten
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Ab sofort können Sie den Buchtipp, den wir regelmäßig in den Niederrhein-Nachrichten veröffentlichen auf einem extra Buchtisch finden. Über den Rückenschildern finden Sie einen Aufkleber, der darauf hin weist.
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Buchtipp der kfd - Kath. Frauengemeinschaft Deutschland
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Ab sofort können sie die Medienempfehlungen der kfd - Kath. Frauengemeinschaft Deutschland - die in der Zeitschrift "frau und mutter" erscheinen auf einem extra Buchtisch finden. Über den Rückenschildern finden Sie einen Aufkleber, der darauf hinweist. |
Ferienspaßaktion
Ungefähr 35 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren kamen am 2. September zu einer Ferienspaßaktion zu uns in die Bücherei. Von 19.00 bis 23.00 Uhr konnten sie allerlei über Indianer erfahren. Es wurde draußen gelesen oder echte Indianerspiele gespielt. In der Bücherei konnten die Kinder Dream-Catcher basteln oder sich bei indianischem Popcorn stärken.
Ein besonderes Highlight war der für die Kinder unerwartete Besuch einer fast echten Indianerin. Frau Lydia Seidel aus Aachen kam in Indianerkleidung und erzählte den Kindern einiges über das Leben der Indianer früher aber auch über das Leben der Indianer in der Moderne. Ihr indianischer Name (Übersetzung ins englische) "hawk with two rivers", vom Stamm der Ojibwa. Sie bastelte auch mit den Kindern, hierzu hatte sie Dream-Catcher Federn von in Amerika lebenden Vögeln mitgebracht, oder zeigte ihnen, wie die Indianerspiele gespielt werden.
Mit Einbruch der Dämmerung wurden draußen zwei "Lagerfeuer" entzündet, an welchen die Kinder "ganz amerikanisch" Marschmallows rösten konnten. Zudem bot dies auch die richtige Kulisse, um mit einer echten Indianerin einen Tanz einzuüben.
Zum Abschluss wurde im dunklen Pfarrhausgarten noch einmal gelesen, bevor die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nahmen. Es war ein sehr bunter und abwechslungsreicher Abend, an dem die Kinder und auch wir Büchereimitarbeiterinnen viel Spaß hatten. Einen besonderen Dank an dieser Stelle an Frau Seidel und auch an Frau Hauf, die mit den Kindern das Basteln der Traumfänger durchgeführt hat.

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Buchtipp des Monats |
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Fünf Frauen kämpfen in diesem Roman um ihre persönliche Freiheit. Fünf Frauen aus einer Familie, angefangen mit Dorothy Townsend, die 1914 für das Frauenwahlrecht in Großbritannien eintrat und sich dabei zu Tode hungerte. Ihre Tochter Evelyn wanderte nach dem Ersten Weltkrieg in die USA aus und wurde dort eine erfolgreiche Wissenschaftlerin. Enkelin Dorothy ist eine leidenschaftliche Kriegsgegnerin, die auch vor Gesetzesbruch nicht zurückscheut. Deren Tochter Liz, 1963 geboren, ist dagegen keine Rebellin, sondern eine von Ängsten geplagte Mutter dreier Kinder, gefangen in ihrem Alltag. Ihre Schwester Caroline lernt die rebellische Seite ihrer Mutter Dorothy in einem Blog kennen, auf den sie zufällig stößt. All diese Frauen sehnen sich nach persönlicher Freiheit, kämpfen, sind wütend oder unterdrücken ihre Wünsche. Wut spielt eine zentrale Rolle in Kate Walberts Roman. Wut und der Wunsch, “real zu sein”. - Die Autorin erzählt die Geschichten ihrer fünf Protagonistinnen in Form innerer Monologe. Dabei lässt sie kleine und kleinste Geschichten entstehen, eindringliche Bilder, die gekonnt die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einfangen: Sie begleitet die fünf Frauen als Zeitzeuginnen der großen historischen Momente des 20. Jh., von der britischen Frauenrechtsbewegung über den Vorabend des Ersten Weltkrieges sowie das Aufkommen des radikalen Feminismus der siebziger Jahre bis hin zur Katastrophe 9/11 und dem Beginn des Irak-Krieges. Die Ziele und Freiheitsentwürfe der Frauen haben sich verändert, auch wenn ihre Sehnsüchte und die Frage, wie man als Frau etwas bewirken kann, erstaunlich konstant geblieben sind. Ein faszinierender Roman vor allem für Frauen. (Übers.: Brigitte Heinrich)
Ileana Beckmann
Edenfield ist eine kleine Ortschaft in der englischen Grafschaft Sussex. Die hier lebenden Menschen sind eine zusammengewürfelte Gemeinschaft aus Alteingesessenen und Zugezogenen. Manche haben sich das ländliche Leben gezielt ausgesucht, wie Laura und Henry mit ihrer kleinen Familie, für andere, wie den Pastor Miles, hat es sich einfach so ergeben. Der Roman begleitet etwa zwei Dutzend Menschen verschiedenen Alters über einen Zeitraum von sechs Tagen. Einige Personen stehen dabei mehr im Mittelpunkt, andere sind eher Randfiguren, sie begegnen einander intensiv oder flüchtig, ihre Leben sind eng oder lose miteinander verknüpft. Entstanden ist ein Kaleidoskop großer und kleiner Ereignisse, alltäglicher und außergewöhnlicher Begegnungen. Die Beschreibung der Personen und ihrer Handlungen ist überzeugend und fesselnd und manchmal erstaunlich tiefsinnig. Die Vielschichtigkeit menschlichen Lebens wird von diesem sehr Roman überzeugend eingefangen. Überall empfohlen. (Übers.: Marcus Ingendaay)
“Hast du je versucht herauszufinden, wodurch sich das, was du bist, von dem, was du werden musst, unterscheidet?” Diese Frage stellt John seiner Mutter Helen, als er sie anruft und ihr mitteilt, dass er Vater wird - unbeabsichtigt. Ausgerechnet er, der seit dem Tod seines Vaters Angst hat, sich fest zu binden, weil er sieht, wie seine Mutter unter der Liebe zu ihrem Mann leidet, ihn auch 26 Jahre nach seinem Tod noch nicht loslassen kann. Helens Mann starb 1982, als die Bohrinsel, auf der er arbeitete, in einem schweren Sturm kenterte. Helen hat sich in den Jahren, die seit diesem Unglück bis in die erzählte Gegenwart 2008 vergangen sind, ein neues Leben aufgebaut. Vier Kinder hat sie allein groß gezogen, kümmert sich inzwischen um ihre Enkel und schneidert Hochzeitskleider. Manchmal kann sie den Tod ihres Mannes vergessen, doch wenn die Erinnerungen zurückkommen, dann lähmt sie der Schmerz völlig. - Lisa Moore erzählt, wie John und Helen 2008 erkennen, was sie werden müssen - und wie sich dadurch der Griff der Trauer lockert. Die beiden Handlungsstränge um John und Helen hat Moore parallel angeordnet, erzählt allerdings keineswegs chronologisch. Vielmehr bewegen sich ihre Figuren zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Bilder, Gerüche, Erinnerungsstücke und Ereignisse veranlassen John und Helen immer wieder zu gedanklichen Ausflüge in die Vergangenheit. Auch wenn sich die Gedanken die Klinke in die Hand geben und die Erzählung nahtlos die Zeitebenen wechselt, kann der Leser mühelos in den Roman eintauchen - und wird nur mit Bedauern daraus wieder zurückkehren. Das ist vor allem der klaren, poetischen und bildreichen Sprache zu verdanken, mit der Moore diese Geschichte über große Liebe und tiefe Trauer erzählt und davon, dass Menschen manchmal einen Anstoß von außen brauchen, um der zu werden, der sie sein müssen. (Übers.: Kathrin Razum; Borromäus-Roman des Monats Januar)
Christoph Holzapfel
Nicolas Großvater Leonardo stammt aus Barletta, einem kleinen Städtchen in Apulien, von wo er in den 50er Jahren nach Mailand zog, um der Armut als mittelloser Landarbeiter zu entfliehen. Die Wohnung im Süden wollte er nicht aufgeben, um sich die Möglichkeit einer Rückkehr offen zu lassen. Jetzt aber ist er alt, das Haus am Meer verfällt und wird deshalb von der Familie nicht einmal mehr als Feriendomizil genützt. Nun soll alles verkauft werden und Nicola, sein Vater Riccardo und der Großvater machen sich auf den Weg Richtung Süden. Nicht nur die Hitze heizt die Atmosphäre im Wagen während der langen Fahrt auf, vor allem auch die schon bestehenden Spannungen zwischen den Generationen tragen dazu bei. Schonungslos wird Bilanz gezogen und alte Wunden brechen erneut auf. In Barletta versuchen die drei, die verwahrloste Wohnung wenigstens so weit herzurichten, dass sie wieder bewohnbar ist. Vor allem dem Großvater wird hier schmerzlich bewusst, dass sie in ihrer Heimat zu Fremden geworden sind. Freunde von früher sind gestorben, viele lehnen die “Auswanderer” ab, wenige geben ihnen noch das Gefühl der Zugehörigkeit. Letztendlich müssen sie die Wohnung weit unter Wert verkaufen. - Ist Heimat dort, wo man wohnt, oder dort, wo man herkommt, oder ist Heimat nur ein Zuhause in Erinnerungen und Träumen? Neben dem allgemeinen Generationenkonflikt wird in diesem Roman das Thema Entwurzelung und Entfremdung auf beachtenswerte Weise in den Blick genommen. - Für alle Bestände sehr zu empfehlen! (Übers.: Maja Pflug)
Josef Schnurrer
Igor, 16 Jahre, wächst bei seiner Oma auf. Er ist nicht der Hellste, aber hat das Herz am rechten Fleck. Als er einen Platz in einer Behindertenwerkstatt erhält, sind seine Oma und er überglücklich. Dort lernt er Bobbie kennen, in die er sich verliebt. Doch eines Tages geht Bobbie weg und Igor bleibt verzweifelt zurück. Doch seine Oma und der Leiter der Werkstatt lassen sich etwas einfallen gegen seinen Kummer. Und so darf sich Igor schließlich bis zum Zusammenschrauben von Wohnmobilen hocharbeiten, seine Oma wird unterdessen zur wahren Spezialistin für leckere Desserts. Dann tritt Lisa in Igors Leben. Lisa verkauft Obdachlosenzeitungen, hat eine Schraube im Kopf, kann keine Minute still sitzen und isst jeden Tag die Hälfte der vielen Brote weg, die Igors Oma ihm immer mitgibt. Lisa findet Igor gut und will lieber bei ihm wohnen als auf der Straße oder in der Unterkunft. Weil Igors Oma das aber bestimmt nicht gut findet, beschließt er, Lisa zu Bobbie zu bringen. Die, weiß er inzwischen, wohnt jetzt bei ihren Verwandten am Kanal und hat viel Platz. Igors Plan geht fast auf. Doch dann regnet es, die beiden finden ein liegen gelassenes Baby - und die Oma nimmt schließlich alle drei auf, im Glauben, das Baby gehöre Lisa. Die scheint mit dem Baby und Igor sehr glücklich, Oma und Igor weniger. Am Ende ist es Stanley, Omas Freund aus dem indischen Imbiss, der gerade noch rechtzeitig die richtige Lösung für alle findet. - Renate Dorrestein erzählt die Geschichte von Igor und seiner Oma warmherzig und erbarmungslos ehrlich. Die einfachen, auf ihre Art logischen Gedanken Igors beschreibt sie ebenso plausibel und nachvollziehbar wie die von Vorwürfen und Ängsten geplagten seiner Oma. Eine im wahrsten Sinn des Wortes ver-rückte Geschichte, die kaum ein wichtiges Lebensthema auslässt, den Leser packt und lange nicht mehr loslässt. Sehr empfehlenswert. (Übers.: Hanni Ehlers)
Traudl Baumeister

Wie ein Roman zum Bestseller wird, kann man an Paul Hardings “Tinkers” sehen. Der Roman, 2009 in den USA erschienen, lag schon Jahre zuvor US-Verlagen vor, die keinerlei Interesse zeigten, bis dann ein junger Kleinverlag zugriff. Der Roman wurde 2010 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, steht auf vielen Bestsellerlisten obenan und hat fast alle nennenswerten Belobigungen der englischsprachigen Literaturwelt eingesammelt. Der Autor, Jahrgang 1967, hat in Harvard unterrichtet und war Rock-Schlagzeuger; “Tinkers” ist sein Debüt. Es ist, um es vorwegzunehmen, kein sensationell neues Buch, aber eines, das in Stil und Thema überzeugt. Eindringlich und gefühlvoll, ohne je in kitschige Regionen abzurutschen, wird erzählt, wie George Washington Crosby in seinem Bett liegt, acht Tage vor seinem Tod, und über sein Leben zu halluzinieren beginnt. Eine Sturzflut von Erinnerungen schließt sich an, bestimmt durch den Vater, einen Kesselflicker (englisch “tinker”), der als geschäftsreisender Migrant allerlei Waren verkauft, an epileptischen Anfällen leidet und eines Tages die Familie im Stich lässt. Auch Crosbys eigenes Leben gewinnt Konturen. Crosbys späte Berufung zum Uhrmacher gibt dem Roman eine metaphysische Dimension: Die allgegenwärtige Zeit ist das “Universum” der Dinge, in Crosbys Zimmer bleiben alle Uhren stehen, nur seine Lebenszeit verrinnt unaufhörlich. Es gibt in diesem Buch Naturbeschreibungen und Episoden von wohltuender Gelassenheit und höchst präziser Tiefenschärfe, auch anrührende Dialogszenen mit der Großfamilie am Sterbebett Crosbys, etwa bei dessen letzter Rasur. Enthalten seine Halluzinationen im Angesicht des Todes ein “wirklicheres” Leben? Mit dieser Frage entlässt der Roman den Leser - eine anrührende Geschichte vom Tod im Leben, eine Hymne auf die Erinnerung an Kindheit und frühes Leid. Für alle Bestände. (Übers.:Silvia Morawetz)

Als die Naturmalerin und engagierte Vogelliebhaberin Addie im Sterben liegt, kommen ihr Mann, der Ornithologe Tom, ihre schwangere Tochter Scarlet und ihre beiden besten Freundinnen in einem Cottage in New Jersey zusammen. Sie begleiten Addie auf dem letzten Stück ihres Lebensweges und bleiben nach ihrem Tod zusammen, um sich gemeinsam zu erinnern und für sie ein Begräbnis zu organisieren, dass ihrer Lebenseinstellung entspricht.
Wechselweise in Rückblicken und in den Gesprächen der Zurückgebliebenen lernen wir Addie, ihre Sicht des Lebens und ihr Verhältnis zu Mann, Tochter und Freundinnen kennen. Vögel spielen dabei eine große Rolle, sind jedoch nicht zentrales Thema des Romans: Es geht um die zwischenmenschlichen Beziehungen, um Liebe, Freundschaft, Verlust, Toleranz. Dabei wird der Roman niemals kitschig; er ist wunderbar geschrieben, auch wenn einige Passagen über Vogelbeobachtungen manchem Leser fremd sein dürften und auch schon mal langatmig erscheinen. Der erste Roman von Joyce Hinnefeld ist ein erstaunliches, empfehlenswertes Buch. (Übers.: Astrid Finke)
Der Journalist John Thigpen hat Gelegenheit, intensive Einblicke in ein Forschungsprojekt mit Menschenaffen zu nehmen und sich mit den Bonobos mittels der Gebärdensprache ASL zu unterhalten. Ein Anschlag auf das Forschungslabor verändert das Leben des Journalisten und der engagierten Wissenschaftlerin Isabel. Sie, schwer verletzt, setzt dennoch alles daran, “ihre” Bonobos, die von einem Porno-Medienmogul wegen ihrer ungehemmten Sexualität in einer Art Big-Brother-Sendung zur Schau gestellt werden, zu befreien. Er, von dem Projekt fasziniert und berührt, als Journalist durch Intrigen zunächst kaltgestellt und durch allerlei private Probleme belastet, kann schließlich mit Isabel zur Aufdeckung eines perfiden Komplotts beitragen. Dabei helfen verschiedene gesellschaftliche Randfiguren (Hacker, Prostituierte). - Sara Gruen, die bereits in anderen Romanen leidenschaftlich für tierwürdiges Verhalten kämpft (ihr Buch “Wasser für die Elefanten”, s. BP 08/346, kommt im April 2011 in die deutschen Kinos), hat auch hier ein Buch geschrieben, das dokumentarische Anteile hat (vgl. Nachwort), zum Nachdenken anregt über Menschlichkeit, über gesellschaftliche Entwicklungen und dabei dennoch bestens unterhält.. Breit empfohlen. (Übers.: Margarete Längsfeld u. Sabine Maier-Längsfeld)
Birgit Karnbach
Mila hat einfach keine Kraft mehr. Am liebsten würde sie den ganzen Tag nur im Bett verbringen. Mit Ende 20 sieht sie schon keinen Sinn mehr in ihrem Leben, ihrem Job und ihrer Familie. Mit ihrer Depression wird Mila für acht Wochen in eine psychosomatische Klinik überwiesen. Nun ist sie also offiziell verrückt, denn in der Klapse ist das doch schließlich jeder, denkt sie. Doch Mila lernt schnell, dass es einige Gemeinsamkeiten und sehr große Unterschiede gibt. Die Diagnose, die alle Patienten eint: sie haben sich selbst verloren. Am Ende der acht Wochen hat Mila wieder Halt im Leben, viele neue Freunde mit unterschiedlichen Krankheitsbildern und die Erkenntnis gewonnen, dass es “normal” nicht wirklich gibt. Jeder ist ein bisschen verrückt, und das hält uns im Gleichgewicht. - Die einfühlsame Geschichte der traurigen Mila ist an vielen Stellen sehr aufwühlend und immer wieder kommen einem die beschriebenen Gefühle bekannt vor. Jeder von uns kennt Gefühle der Ohnmacht in unserer genormten Welt. Mit ihrer Figur Mila zeigt die Autorin dem Leser, dass man sich dieser Ohnmacht aber nicht ergeben sollte. Vielmehr sollte man öfter auch mal an sich denken und einfach das tun, was einem selbst wichtig ist. Denn wer definiert, bitteschön, schon Normalität? Unbedingt zu empfehlen!
Stefanie Simon
Ein Schriftsteller sitzt am Schreibtisch und reflektiert über sein Schreiben, sein Leben und das Sterben seines Vaters, zu dem er ein gebrochenes Verhältnis hatte. Der 1968 geborene Norweger Karl Ove Knausgard erzählt im ersten Band einer geplanten sechsbändigen Reihe in autobiografischer Manier die Geschichte einer Jugend - seiner Jugend. Eine Fülle von Eindrücken, Kleinigkeiten, Stimmungen, Gefühlen, Erinnerungen (wie der Geruch von frisch geschnittenem Gras, der Geschmack des Meerwassers beim Tauchen) summiert sich zu einem “Nachhall aus der Kindheit” (Knausgard), während der Schriftsteller mit seinem Bruder das Haus ausräumt und wieder bewohnbar macht, in dem der Vater dahinvegetierte und sich buchstäblich zu Tode trank. Knausgard lässt den Leser teilhaben an seiner Reise in die Vergangenheit. Und der Leser begleitet ihn staunend und fasziniert, geführt von Knausgards Sprache, die zu führen versteht und dem Leser ein kostbares Leseerlebnis seltener Art ermöglicht, trotz gelegentlich unverblümter Wortwahl. Man darf auf die Fortsetzung im Frühjahr 2012 gespannt sein. Allen Büchereien sehr zu empfehlen! (Übers.: Paul Berf)
Wilfried Funke
Als die junge Jelisaweta in das Haus der alten Wilhelmine kommt, um diese zu pflegen, scheint es zunächst ein einfacher Job zu sein. Wilhelmine ist eine zarte bettlägerige alte Frau, duldsam und ohne große Ansprüche, bis sie merkt, dass Jelisaweta Russin ist. Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg steigen in ihr hoch. Schlimme Dinge, Vergewaltigung, Demütigung und Mord sind passiert, als die Russen einmarschierten. Das kann sie nicht vergessen, es hat ihr Leben für immer geprägt. Aber auch die Russin weiß um Gräueltaten der Deutschen aus dieser Zeit, hat die Folgen an ihrer Großmutter und Mutter gesehen. Damit beginnt ein erbitterter Kleinkrieg zwischen den beiden Frauen, den keine gewinnt, aber am Ende die beiden Frauen zueinander bringt, ihnen hilft, ihre Vergangenheit zu verarbeiten und zu verzeihen, was damals passiert ist. Sehr eindrucksvoll geschrieben, ein besonderes Buch!
Christiane Kühr

von Astrid Rosenfeld. Diogenes, Zürich 2011.
Der Dachboden war ein verbotener Ort. Nachdem Edwards Großvater Moses dort gestorben war, durfte Edward den Raum nicht mehr betreten. Erst Jahre später, nach dem Tod seiner Großmutter, geht er wieder hinauf. Nichts hat sich seit dem Tod seines Großvaters verändert. Edward beginnt, Kisten und Koffer zu durchsuchen und stößt auf ein Päckchen, adressiert an eine Anna Guzlowski. Als er das Päckchen aufreißt, hält er die Geschichte seines im Krieg verschollenen Großonkels Adam in den Händen. Von diesem Adam hatte Edward in seiner Kindheit nicht viel Gutes gehört. Sein Großvater machte ihn dafür verantwortlich, dass seine Mutter und seine Großmutter nicht auswandern konnten und Opfer des Holocausts wurden. Und Edward bekam immer wieder zu hören, dass er diesem Adam wie aus dem Gesicht geschnitten sei. Doch die Geschichte, die Edward auf den Dachboden findet, erzählt von Adams großer Liebe zu dem jüdischen Mädchen Anna, deren Leben er rettete, indem er ihr die Flucht aus dem Warschauer Ghetto ermöglichte. Adams Aufzeichnungen zeigen, dass er am Tod seiner Verwandten unschuldig war und dass er sein eigenes Leben für Anna geopfert hat.
Trotz des ernsten Themas
erzählt Astrid Rosenfeld die Geschichten Edwards und
Adams in leichtem Ton. Sie hat mit Edward und der
Familie Cohen Charaktere geschaffen, die aus dem Rahmen
fallen, unangepasst, nicht gerade auf der Sonnenseite
des Lebens beheimatet und doch liebenswert. Besonders im
zweiten Teil gewinnt der Roman an Tiefe. Er zeigt, wie
aus dem jungen, naiven Adam ein Mann wird, der für seine
große Liebe in den Tod geht. Außerdem macht er auf
beklemmende Weise deutlich, dass das Dritte Reich mit
seinen Abgründen von Krieg und Massenmord keine
Naturkatastrophe war, sondern das Werk von Menschen.
Sehr, sehr lesenswert!
Christoph Holzapfel

Als John Updike 2009 starb, hinterließ er ein beachtliches Werk. Achtzehn bislang unveröffentlichte Erzählungen mit stark autobiografischen Zügen liegen nun mit dem Erzählband „Die Tränen meines Vaters" postum vor. Zumeist spielen sie in Kleinstädten im Osten der USA in der Zeit von den sechziger Jahren bis 2002. Die überwiegend betagten Protagonisten sind auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit, denken über ihre Ehen nach, gestehen unaufgeregt und offenherzig Seitensprünge ein, planen sich scheiden zu lassen oder sind bereits mehrfach geschieden. Die Hauptfiguren denken wehmütig, manchmal schuldbewusst, aber innerlich lächelnd über sich und ihre Familien nach, über gelungene Phasen in ihrem Leben und solche, in denen sie gescheitert sind. Die Erzählung „Spielarten religiöser Erfahrung", die um die Ereignisse rund um die Anschläge auf das World Trade Center kreist, sticht besonders hervor. Aus den Perspektiven der Attentäter, der Opfer und deren Angehörigen wird das Geschehen beeindruckend beleuchtet. Es wird nur zu deutlich, wie vergänglich das Leben ist.
Mit diesen Erzählungen gräbt Updike wie ein Archäologe nach eigenen Gefühlen und Erlebnissen von der Kindheit bis ins Alter und nimmt dabei den Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Humorvoll, augenzwinkernd und wehmütig zugleich blickt er auf ein langes Leben zurück, wenn der Erzähler in der letzen Geschichte einen „sonderbaren Kerl" einen Toast auf die Welt und sein baldiges Verschwinden aus ihr ausbringen lässt, mit einem Wasserglas und Pillen für die verschiedenen Beschwerden des Alters in der Hand. An allen achtzehn Erzählungen offenbart sich, dass mit John Updike ein großartiger Erzähler die Welt verlassen hat. Gern empfohlen. (Übers.: Maria Carlsson)

Ein heißer römischer Sommer: alt, hilflos, pflegebedürftig hadert die Ich-Erzählerin Amelia mit ihrem Schicksal: Sie weiß, es wird ihr letzter Sommer sein. Überwältigt von nächtlichen Träumen beginnt sie, ihre prägenden Lebenserinnerungen niederzuschreiben, sich selbst dabei, ob dieses Ansinnens, kritisch bespöttelnd. Dieser “Ton” bleibt und prägt das Buch: bissige Ironie, Spott, Sarkasmus, schwarzer Humor, scharfsinnige Einsichten, analytischer Blick, spitze Feder, schonungslose Selbstreflexion. Es sind die distanzierten und erschütternd authentischen Beobachtungen einer Intellektuellen, deren Verstand bei zunehmender Lähmung des Körpers (sie leidet an amyotropher Lateralsklerose) hellwach bleibt: Als Alter Ego der Romanfigur ist die Autorin im Mai 2010 ihrer unheilbaren Nervenkrankheit erlegen. Erhobenen Hauptes, fast rebellisch, geht sie mit ihrem Schicksal um. Ein packendes Buch und eine ungewöhnliche Möglichkeit, sich mit Krankheit und Tod auseinanderzusetzen. Mit Nachdruck empfohlen. (Übers.: Maja Pflug)
Birgit Karnbach
Er nennt sich Simon und ist illegal nach Deutschland gekommen. Seine Schleuser haben ihn irgendwo in Niedersachsen ausgesetzt. Eine niedrige Hütte aus Bruchsteinen auf den Feldern vor der kleinen Stadt ist seine erste Unterkunft. Auf der Suche nach etwas zu essen lernt er Valentina kennen, ebenfalls eine Illegale, die ihn mitnimmt in ihren Unterschlupf, eine alte Mühle. Dort haust sie zusammen mit Roddy, einem völlig verstörten Jungen. Simon findet Arbeit in einem Fahrradgeschäft und gewinnt das Vertrauen des alten Fahrradhändlers. Er sehnt sich nach der Sicherheit eines bürgerlichen Lebens, träumt von einem Leben mit Valentina und Roddy, doch ein heftiger Streit zerstört diese Illusion. Roddy läuft weg, Valentina und Simon raufen sich wieder zusammen und machen sich auf die Suche nach dem Jungen. Sie kommen dabei bis nach Hannover, reisen dann nach Hamburg weiter und kehren schließlich wieder zurück. Den Traum von einem bürgerlichen Leben haben sie nicht aufgegeben. Als der alte Fahrradhändler anbietet, Simon zu adoptieren und ihm den Laden zu überschreiben, scheint die bürgerliche Existenz zum Greifen nah. - Roland E. Koch hat einen eindringlichen, beklemmenden Roman geschrieben, trotz der hoffnungsvollen Perspektive, die der alte Fahrradhändler den Illegalen eröffnet. Angst ist ihr Begleiter, Angst aufzufliegen und abgeschoben zu werden, Angst vor den Erinnerungen. Immer wieder überwältigen Simon bildlose Erinnerungen an vergangene Qualen. Nur bruchstückhaft kann er sich an sein früheres Leben erinnern; auch seine Herkunft bleibt unklar, vielleicht aus einem der Balkanländer. “Unter fremdem Himmel” ist alles andere als eine leichte Lektüre, doch die Mühe lohnt sich, denn das Buch verändert die Perspektive auf das eigene Leben wie auf das Leben von Flüchtlingen, die nichts so dringend brauchen wie Sicherheit und einen Platz, an dem sie bleiben können.
Christoph Holzapfel
Ralph Truitt, Geschäftsmann im kleinstädtischen Wisconsin, ist reich, aber einsam. Per Kleinanzeige sucht er 1907, nach Jahrzehnten der Einsamkeit, eine “verlässliche Frau”. Als Catherine Land anreist und ihm gleich am ersten Tag das Leben rettet, glaubt er, sie tatsächlich gefunden zu haben. Nach der Hochzeit bittet er Catherine, seinen verschollenen Sohn Antonio aus erster Ehe zu suchen und wieder nach Hause zurückzubringen. Ein Auftrag mit weitreichenden Folgen, denn weder ist Antonio Truitts legaler Sohn, noch Catherine die Frau, für die sie sich ausgibt. Am Ende des Winters kehrt jedoch, begleitet vom nahenden Frühling, doch noch die Liebe ein in das Haus der Truitts. Robert Goolrick erzählt seine Geschichte von wahrer Liebe, echter Güte, Schuld und Vergebung spannend und mit viel Gespür für menschliche Abgründe, eine unerbittliche Natur und das kleinstädtische Leben Anfang des 20. Jh. Überraschende Wendungen und die eher nüchtern beschriebene und daher umso mehr zu Herzen gehende Seelenqual der handelnden Personen zieht den Leser in Bann. Ein Buch also, das man am liebsten bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legt. Ebenso in Bann geschlagen, schreibt Goolrick im Nachwort, wurde er durch den “Wisconsin Death Trip” von Michael Lesy. Ein Buch, das nicht nur Ideengeber für den Roman war, sondern ihn nicht mehr losgelassen habe: “Es hat mein Leben verändert. Solche Dinge geschehen.” Das kann einem auch beim Lesen von Goolricks eigenem Roman passieren. Ein beeindruckend, starkes und ungewöhnliches Buch mit zutiefst humanitärer Aussage - unbedingt zu empfehlen. (Übers.: Martin Ruben Becker)
Traudl Baumeister
Der irische Rockmusiker Tobey O Flynn macht sich Sorgen um seine Schwester Megan, die sich dem radikalen Tier- und Umweltschutz verschrieben hat. Er verfolgt ihre Spur bis zu einer geheimnisvollen philippinischen Insel. Hier entdeckt er eine Forschungsstation, an der mit Bonobos gearbeitet wird. Diese Menschenaffen haben unter Aufsicht des Forschungsteams Erstaunliches gelernt. Tobey erhält jedoch die traurige Nachricht vom Tod seiner Schwester und erfährt, dass die Station die beste Zeit bereits hinter sich hat. Er sucht nach Gründen für den mysteriösen Tod und das geheimnisvolle Verhalten der verbliebenen Bewohner. Aus Megans Briefen an Tobey und durch Rückblenden in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie Tobey den Weg zur Musik fand und wie Megan ihre Arbeit als Tierärztin an der Station hoffnungsfroh aufnahm, schließlich aber erkennen musste, dass selbst auf dieser abgelegenen Insel der Mensch egoistisch und zerstörerisch in die Tier- und Pflanzenwelt eingreift. - Ein spannender Abenteuerroman, über das schicksalhafte Leben zweier grundverschiedener Geschwister, gleichzeitig ein Aufruf gegen Gewalt an Tieren und ein Appell, die Natur zu schätzen und zu schützen. In der Figur der Megan meldet sich der Autor persönlich und deutlich zu Wort, denn Megans Weltsicht stimmt mit der seinen an vielen Stellen überein. Gern empfohlen.
Birgit Fromme

Völlig unerwartet stand er vor ihm: Boyroth, sein bester Freund aus der Jugend, als er, gerade neu zugezogen, der Fußballmannschaft beitrat. Damals war Boyroth der König auf dem Fußballplatz, fuhr ein getuntes Moped und wusste genau, was er im Gegensatz zu seinen Spießereltern niemals werden will. Verloren hingegen wirkt er nun, als er Hanspeter Jahre später an der Imbissbude vor dem Bahnhof gegenübersteht, wie er sich an seine Flasche Bier klammert, er, der Alkohol immer strikt abgelehnt hatte. Doch jener Sommer vor bald 40 Jahren änderte alles. Sein eigenes Leben sowie das von Boyroth. Denn während Hanspeter mit Interrailticket, von seinen Freunden kläglich im Stich gelassen, allein durch Europa reist und dabei unmerklich erwachsen wird, kommt es bei Boyroth zu einem schrecklichen Unfall, der sein Leben und das Verhältnis zu seinem Freund für immer verändert. - Wortgewandt, melancholisch, eingängig beschreibt der Autor auf anschauliche, ansprechende Weise die unerwarteten Weggabelungen des Lebens, die über die gesamte Zukunft entscheiden können. In leicht melancholischem, manchmal amüsantem, bisweilen erschütternd lebensnahem Ton entfaltet sich vor dem Leser ein detailliertes Bild über das facettenreiche Gefühlsleben, das Beziehungen in Jugend wie Alter ausmacht.
Sonja SchmidIldikos Familie ist bereits in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in die Schweiz ausgewandert, aus der Vojvodina, jenem Grenzgebiet zwischen Ungarn und Serbien, in dem auf serbischer Seite viele Ungarn leben. Ildiko erzählt, nicht chronologisch, sondern ungeordnet, von ihrem Ankommen in der Schweiz, der Cafeteria der Eltern, in der sie und ihre Schwester die Schweizer Volksseele oftmals hautnah mitbekommen, von den Besuchen in der alten Heimat, wo die Mamika, ihre Großmutter, immer noch als Mittelpunkt der Großfamilie ein bäuerliches Leben führt, von heißen Sommern und der zunehmenden Entfremdung. Und dann kommt der Krieg, der wegen der dort lebenden Verwandten in bedrückende Nähe rückt und sie von dort fernhält. - Sicher teilt die aus Serbien stammende, in Zürich lebende Autorin einige Erfahrungen mit ihrer Titelheldin, sonst könnte sie sie nicht so detailliert und lebendig erzählen lassen. Gedankenblitze, Rückblenden, Reflexionen über ihren Status als eingebürgerte Schweizerin und als Verwandte aus dem kapitalistischen Westen, Abonji nimmt ihre Leser mit auf eine Zeitreise durch über 30 Jahre serbische Geschichte und - untrennbar damit verbunden - ihre eigene Familiengeschichte. Und füllt damit den zurzeit so heiß diskutierten Begriff der Integration mit prallem Leben, teils voller Ironie, teils ratlos angesichts ungerechtfertigter Anfeindungen. Anspruchsvolle literarische Kost, sehr lesenswerter Roman für Leser, die sich in Ruhe mit einem Roman auseinandersetzen wollen. (Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2010)
Beate Mainka
Lenes Freund Tim ist tot, ein Lastwagen hat ihn überfahren. Lenes Welt bricht zusammen, dieses leichte, von ihr geliebte Leben in Berlin, das Leben mit Tim, dem Studium, Partys und ihrer besten Freundin Tonia. Tonia ist hilf- und sprachlos. Gemeinsam mit Lene startet sie zu einer Fahrt ins Ungewisse, sie fahren mit dem Auto Richtung Mecklenburg, Richtung Meer, ohne konkretes Ziel, ohne jemandem mitzuteilen, wo sie sind und wann sie heimkehren. Lene - anfangs nur schweigend oder schluchzend - erinnert sich an Tim. Mal klagt sie, mal wütet sie verzweifelt, dann wieder schweigt sie oder beginnt zu reden über die Angst, wie das Leben überhaupt noch weitergehen kann. Tonia ist bei Lene, hält deren Not aus, hilft ihr, setzt sich bei Lenes Erinnerungsreisen mit dem eigenen Leben, der Beziehung zu Friedrich, ihren eigenen Wünschen und Träumen auseinander. Zwei junge Frauen tragen einen großen Schicksalschlag miteinander und finden wieder einen ersten Schritt ins eigene Leben. In diesem eindrucksvollen Debüt geht es nicht um Ereignisse, sondern um Gefühle, um Beobachtungen, um die Beschreibung von Trauer, Wehmut, Angst, um die Beschreibung von Zuständen. Ein anspruchsvolles Buch, das berührt, das Zeit braucht und das nachklingt. Empfehlenswert. (Borromäus-Roman des Monats August)
Sabine Schaefer-Kehnert
Rosaleen Barry, eine weit gereiste und erfolgreiche Journalistin, Mitte fünfzig, kehrt in das Dorf ihrer Kindheit zurück. Sie fühlt sich ihrer Tante Min verpflichtet, die ihre Altersdepression im Alkohol ertränkt. Doch der 70-jährigen Min gelingt es, aus ihrem tristen Alltag auszubrechen. Kurz entschlossen reist die alte Dame nach New York, um hier einen Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Plötzlich allein, muss Rosie sich den Schatten der Vergangenheit stellen. In langen und einsamen Tagen und Nächten grübelt sie über ihre Wut und ihren Zorn gegenüber der Tante nach, die ihr die früh verstorbene Mutter ersetzte. Rosies alte Wunden reißen auf, während Min in New York aufblüht. Erst als Rosie auf das verfallene Haus ihres Großvaters stößt, wagt sie den schmerzvollen Schritt, sich hier mit ihrem Leben auszusöhnen, den Ängsten des Älterwerdens nachzugeben und die Vergänglichkeit des Lebens zu akzeptieren. Auf ihrer Reise zu sich selbst findet Rosie Freunde, lernt die Geschichte ihre Familie besser kennen und erlebt die Liebe auf ganz neue Art. - Nuala O’Faolain schildert einfühlsam und sensibel die Ängste und Sorgen zweier Frauen an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt, deren Geschichte sie auf gleichzeitig tiefsinnige als auch heitere Weise erzählt. Ein empfehlenswerter Frauenroman über das Nachhausekommen, das Ankommen und die Suche nach dem Sinn des Lebens. (Übers.: Adelheid Zöfel)
Birgit Wölfl

Solrun und Steinn treffen einander zufällig in einem Hotel im norwegischen Fjordland - dem Ort, an dem sie sich vor dreißig Jahren nach einem traumatischen Ereignis getrennt haben. Solrun ist eine “christliche Spiritualistin”, sie glaubt an übersinnliche Phänomene: “Natürlich kann man bedauern, dass wir nicht alles zwischen Himmel und Erde erklären können (...)”, während Steinn Naturwissenschaftler ist. Er staunt über die Wunder der Welt und nicht über die Rätsel des Übersinnlichen. Er glaubt “an das, was ist”. Die beiden beginnen einen Briefwechsel per E-Mail, um zu verstehen, was sie damals getrennt hat. Gibt es ein Leben nach dem Tod und steckt eine göttliche Idee hinter dem Universum? Oder müssen wir uns an die Fakten der Evolutionsgeschichte halten, wenn wir der Wahrheit näher kommen wollen? Gleich welcher geistigen Strömung der Leser vertraut, ob spirituell oder analytisch, religiös oder zweifelnd - beide Seiten sind für den Leser überzeugend dargelegt. Der Norweger Jostein Gaarder wurde 1993 mit “Sophies Welt” weltberühmt - ein Buch über die Suche nach dem Sinn des Lebens. Auch “Die Frau mit dem roten Tuch” handelt von den großen philosophischen Fragen, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Dabei gerät er gelegentlich ins Dozieren, was auf den Leser ermüdend wirkt. Dennoch schafft der Autor es bis zum Schluss, den Spannungsbogen zu halten. Die dunklen Geheimnisse der Geschichte, das Mysterium der “Frau mit dem roten Tuch”, werden erst in einem dramatischen Finale gelüftet. Ein Lesevergnügen für diejenigen, die sich für die großen Sinnfragen, eingebunden in eine Liebesgeschichte, interessieren. (Übers.: Gabriele Haefs)
Ileana Beckmann

Jürgen, selbst schon 68 Jahre alt, fährt nach Hause zu den Eltern, weil seine Mutter im Sterben liegt. Nach deren Tod kümmert er sich nun um den 95-jährigen Vater. Der bisher recht selbständige Mann wurde durch den Tod seiner Frau völlig aus der Bahn geworfen. Er verfällt in Depressionen, vernachlässigt sich und wird letztendlich zu einem Pflegefall. Jürgen tut, was er kann, sieht sich aber zunehmend durch die Haushaltsführung, besonders aber durch die oft unerträglichen Launen und den Pflegeaufwand für den Vater überfordert. Jürgens Sohn Nicki kommt mit der schwierigen Situation nicht zurecht. Dass seine Freundin sich einmischt und ihn drängt, sich um die beiden älteren Herren zu kümmern, überfordert ihn völlig. Jürgen und sein Vater arbeiten sich zunehmend aneinander ab. Vergangenes wird immer wieder aufgekocht, Schuld angerechnet und dadurch ständig neue Wunden geschlagen. Als der alte Mann wenige Monate nach seiner Frau ebenfalls stirbt, finden wenigstens Jürgen und sein Sohn Nicki eine neue, tragfähige Beziehung. - Ein sehr bedrückender Roman, der nicht nur Gefühle wie Angst, Schmerz und die Einsamkeit des Alters thematisiert, sondern in dem auch der Verlust von Lebensenergie und letztendlich der Tod ständig präsent sind. Literatur, die den Leser fordert, aber auf ganz ausgezeichnete, lohnende Weise.
Josef Schnurrer
Am 5. August 1962 stirbt nicht nur Marilyn Monroe, auch die Mutter der 11-jährigen Ethie wird an diesem Tag tot aufgefunden. Für die Familie scheint diese Katastrophe zunächst unüberwindlich: Der Vater, Howard, verstummt aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrt, ist völlig überfordert, Kipper, der Sohn mit Down-Syndrom, sieht einer ungewissen Zukunft entgegen und der Älteste, Frank, muss seine Zukunftsträume begraben. Nur Ethie versucht irgendwie, die Familie zusammenzuhalten und muss schweren Herzens mit ansehen, wie die Schatten der Vergangenheit ihren Vater ins Bodenlose sinken lassen. Was geschah wirklich während des Krieges in Hongkong, wo er stationiert war? - Die Kanadierin Donna Milner überzeugt in ihrem zweiten Roman durch die Vielschichtigkeit, mit der sie ihre anrührende, zutiefst menschliche Geschichte erzählt. Auf zwei Ebenen macht sie begreifbar, welch tiefe innere Verletzungen die Soldaten aus dem Krieg mit nach Hause getragen haben und dort nicht verarbeiten konnten oder wollten. Erst der Tod seiner Frau macht Howard begreiflich, was er versäumte und lässt ihn über sich hinauswachsen. Milner hat starke Persönlichkeiten erschaffen, allen voran die kämpferische Ethie und Kipper, der trotz seiner Behinderung zu einem Grundpfeiler der Familie wird. Niveauvolle Unterhaltung, die man seinen Lesern nicht vorenthalten sollte! (Übers.: Sylvia Höfer, Borromäus-Roman des Monats April)
Beate Mainka
Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesu, die Erlösung von der Endgültigkeit des Todes. Von einer anderen Art der Erlösung an einem Ostersonntag erzählt der österreichische Schriftsteller und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer in diesem Roman. In der österreichischen Kleinstadt Furth am See erstattet ein Vater Anzeige, weil ein Unbekannter seinen Sohn geschlagen hat. Weder Kommissar Ludwig Kovacs noch Raffael Horn, der Psychiater, der das Kind untersucht, nehmen das sonderlich ernst. Andere Fälle scheinen ihnen dringlicher, außerdem sind sie durch private Probleme abgelenkt. Doch dann wird ein weiteres Kind auf die gleiche Weise geschlagen - und kurz darauf noch eines. Der öffentliche Druck steigt, doch weder Horn noch Kovacs haben etwas in der Hand. Hochgatterer erzählt diese Geschichte aus vier Perspektiven, neben Horn und Kovacs, die bereits in Hochgatterers Roman “Die Süße des Lebens” (2006) auftraten, kommen noch eine psychisch labile Grundschullehrerin, die ein Verhältnis mit einem Benediktinerpater hat, und ein dreizehnjähriges Mädchen zu Wort. Aus dessen Sicht erfahren die Leser/innen andeutungsweise, was im “Matratzenhaus” vor sich geht. - Hochgatterer beschreibt sehr eindringlich, wie Schweigen, Alltagsblindheit und eine verbreitete Unfähigkeit, sich anderen mitzuteilen, dazu führen, dass alle Beteiligten die ohnehin spärlichen Hinweise auf sexuellen Missbrauch übersehen. Seine Erzählweise, die manchmal nur andeutet, statt ausführlich zu beschreiben, erfordert viel Aufmerksamkeit, entfaltet aber auch einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Erst als sich die Dreizehnjährige am Ostersonntag “Erlösung” verschafft, wird sichtbar, was sich in der Mitte der österreichischen Kleinstadt zugetragen hat. Am Ende bleibt den Leser/innen die erschütternde Erkenntnis, dass Furth am See überall sein kann. Äußerst lesenswert! (Borromäus-Roman des Monats März)
Christoph Holzapfel

von Linda Olsson. btb, München 2009.
Der jüdische Musiker Adam hat vor Jahren Cecilia, die Frau seines Lebens verloren, als diese ihn vor die unverständliche Wahl stellte: unser Kind oder ich. Seitdem lebte er mit seiner Tochter Miriam in Neuseeland. Als Miriam durch einen Unfall stirbt, stürzt er in eine tiefe persönliche Krise, aus der er erst herausfindet, als er beginnt, sich mit den dunklen und lange verleugneten Stellen seiner Vergangenheit zu beschäftigen. Er reist nach Krakau, wo seine Wurzeln liegen, und wo sich die Spuren seiner Vorfahren in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlieren. Hier findet er auch die Kraft, Cecilia wiederzusehen und um eine Erklärung zu bitten. - Poetisch und einfühlsam wird diese Geschichte erzählt, in der zwei Menschen aufgrund tragischer Ereignisse in ihrem Leben unfähig sind, miteinander zu reden und darum trotz großer Liebe nicht zusammenbleiben können, bis sie den Mut finden, sich mit den Brüchen in ihrer Biographie auseinanderzusetzen. Sehr gerne empfohlen.
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Die kleinste Bücherei der Welt
geschrieben von Alexander B. Am Merianplatz in Frankfurt-Bornheim kann man Tag und Nacht kostenlos Bücher ausleihen. Möglich wird das durch einen Bücherschrank, der mitten auf dem Merianplatz steht. Wie bei einer "Tauschbörse" kann man dort - ganz ohne Personal - Bücher ausleihen. Um den Schrank immer gut gefüllt zu halten sollen die Ausleiher das Buch zurückbringen und gebrauchte Bücher, die sie nicht mehr benötigen, in den Schrank platzieren. Ein prima Idee, bleibt zu hoffen, dass die Bücherei nicht Vandalen oder Plünderern zum Opfer fällt.
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Wir bieten in unserer Bücherei gut erhaltene Buchspenden und aussortierte Medien aus unserem Bestand an. Darunter finden sich Romane, Jugendbücher, Kinderbücher und viele andere Medien. Gegen eine freiwillige Spende zugunsten des Medienbestandes können die Medien während unseren Öffnungszeiten erworben werden. Sie finden diese Bücher im Büchertrog im Eingangsbereich. |
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Kostenlose Ausleihen
In den Schulferien ist die Ausleihe für Kinder und Jugendliche kostenlos.